Bordighera: Altstadt, Gärten und Meer an der Blumenriviera
Unterkünfte in Bordighera, Ligurien, Italien
Bordighera liegt an der westlichen Blumenriviera, zwischen Ventimiglia und Sanremo. Der Ort verbindet eine historische Altstadt auf dem Capo Sant’Ampelio mit einer langen Meerespromenade, Kiesstränden, Villen und auffallend viel mediterranem Grün. Wer einen ruhigeren Standort an der Riviera sucht, erreicht von hier sowohl die französische Grenze als auch die Orte und Täler der Provinz Imperia ohne weite Umwege.
Aussichtspunkt mit Schirmkiefer, Steinmauer und Blick auf das Meer in Bordighera.
Foto: (under СС for commercial work) Ricc_HB74/flickr.com
Kurzfakten zu Bordighera
- Die Altstadt Bordighera Alta liegt oberhalb des Meeres und lässt sich gut zu Fuß erkunden.
- Am Capo Sant’Ampelio befindet sich der südlichste Punkt Liguriens.
- Entlang der Küste gibt es freie Strandbereiche und bewirtschaftete Badeanlagen.
- Die Lungomare Argentina eignet sich für Spaziergänge und Fahrradtouren am Meer.
- Gärten, Palmen und historische Villen prägen das Stadtbild.
- Der Bahnhof liegt an der Küstenstrecke und erleichtert Ausflüge ohne Auto.
- Für Altstadt, Meer und einen Garten oder ein Museum sollte man mindestens einen vollen Tag einplanen.
Bordighera Alta und Capo Sant’Ampelio
Der älteste Stadtteil, Bordighera Alta, liegt innerhalb eines fünfeckigen Befestigungsrings. Schmale Gassen, carugi, kleine Plätze und dicht stehende Häuser machen den Rundgang überschaubar, aber abwechslungsreich. Ein guter Ausgangspunkt ist die Piazza del Popolo mit der Pfarrkirche Santa Maria Maddalena. Von dort führen Durchgänge und Treppen durch die Altstadt und weiter in Richtung Küste.
Am Capo Sant’Ampelio steht die kleine Kirche Sant’Ampelio nahe am Meer. Der Felsvorsprung markiert den südlichsten Punkt der Region Ligurien. Besonders am frühen Morgen oder am Abend lohnt sich der kurze Weg wegen des freien Blicks über die Küste. Bei nassem Wetter können Felsen und Uferwege glatt sein; sichere Schuhe sind dann wichtiger als ein möglichst direkter Zugang ans Wasser.
Promenade und Strände
Die Lungomare Argentina ist der markante Spazierweg am Meer. Die offizielle Tourismusseite beschreibt Reihen von Araukarien und farbige Gärten entlang der Promenade; sie eignet sich damit für eine ruhige Runde mit Blick auf die Küste.
An der Küste wechseln freie Strandbereiche und bewirtschaftete Strandbäder. Für die Wahl zählen gewünschte Ausstattung und die Bedingungen am jeweiligen Abschnitt; allgemeine Aussagen zu Untergrund oder Einstieg ersetzen die Prüfung vor Ort nicht. Wer den Badetag mit einem weiteren Küstenort verbinden möchte, findet zusätzliche Orientierung in der Übersicht zu Küste und Landschaften in Ligurien.
Gärten, Palmen und Villen
Bordigheras mildes Küstenklima begünstigt Palmen, Zitrusgewächse und exotische Pflanzen. Diese Vegetation ist nicht nur Dekoration, sondern Teil der Ortsgeschichte. Zu den bekannten Gartenanlagen zählen der Giardino Esotico Pallanca mit einer großen Kakteensammlung sowie historische Gärten, die mit den Aufenthalten ausländischer Künstler und Reisender verbunden sind. Öffnungszeiten können saisonal wechseln und sollten vor dem Besuch auf den Seiten der jeweiligen Einrichtung geprüft werden.
Claude Monet hielt sich von Januar bis April 1884 in Bordighera auf. Die offizielle Tourismusseite verortet seine Motive unter anderem am Moreno-Garten, an der Via Romana und in der Altstadt, die er vom Torre dei Mostaccini aus malte. Das offizielle Tourismusportal von Bordighera bietet dazu Orts- und Kulturinformationen. Wer sich allgemein für die Pflanzenwirtschaft der Region interessiert, findet ergänzende Hintergründe zur Blumenzucht in Ligurien.
Museen und Kulturorte
Das Clarence-Bicknell-Museum erinnert an den britischen Naturforscher und Archäologen, der sich intensiv mit der westligurischen Landschaft und den prähistorischen Felszeichnungen der Seealpen beschäftigte. Sehenswert sind außerdem historische Villen wie die Villa Garnier und die Villa Regina Margherita, soweit Gebäude oder Gärten zum gewünschten Termin zugänglich sind. Statt mehrere Einrichtungen fest einzuplanen, empfiehlt sich vorab ein Blick auf aktuelle Besuchszeiten.
Essen und Ausflüge ins Hinterland
In Bordighera stehen Fisch, Gemüse, Olivenöl und typische Gerichte der westligurischen Küche auf vielen Speisekarten. Zur regionalen Küche gehören unter anderem Pesto, Focaccia und Zubereitungen mit der kleinen Taggiasca-Olive. Einen breiteren Überblick gibt die Seite zu den Spezialitäten aus Ligurien.
Für einen Ausflug ins Hinterland bieten sich die Täler nördlich von Ventimiglia und Sanremo an. Mittelalterlich geprägte Orte, Olivenhaine und bewaldete Hänge bilden einen deutlichen Kontrast zur Küste. Mit dem Auto sollte man für schmale und kurvige Straßen mehr Zeit einrechnen, als die Entfernung auf der Karte vermuten lässt. Wer lieber an der Küste bleibt, kann Imperia besuchen oder einer Etappe der historischen Via Aurelia folgen.
Anreise und Mobilität vor Ort
Bordighera liegt an der Bahnstrecke entlang der ligurischen Küste. Regionalzüge verbinden den Ort unter anderem mit Ventimiglia, Sanremo und Imperia; für einzelne Fernverbindungen ist ein Umstieg nötig. Fahrpläne ändern sich, deshalb sollten Verbindungen für den Reisetag geprüft werden. Der nächstgelegene große internationale Flughafen liegt bei Nizza, während der Flughafen Genua eine Alternative für Reisen über die östliche Riviera ist.
Im Zentrum und entlang der Küste lassen sich viele Ziele zu Fuß erreichen. Für Bordighera Alta sind Steigungen und Treppen einzuplanen. Mit dem Auto können Parkplätze in zentraler Lage knapp sein, besonders an warmen Wochenenden. Wer in Bahnhofsnähe wohnt, kann mehrere Ausflüge bequem mit dem Zug unternehmen und das Fahrzeug stehen lassen.
Bordighera als Aufenthaltsort
Für einen Aufenthalt lohnt sich der Vergleich zwischen der historischen Oberstadt und dem neueren Stadtbereich an der Küste. Welche Lage besser passt, hängt davon ab, ob Gassen und Kulturorte oder Promenade und Strand den Tagesrhythmus bestimmen sollen. Unterkünfte in Bordighera nach Ortslage vergleichen hilft, die Suche an diesem Unterschied auszurichten.
Wie viel Zeit lohnt sich?
Für einen ersten Eindruck reicht ein Tag: vormittags Bordighera Alta und Sant’Ampelio, anschließend die Promenade und am Nachmittag ein Garten oder Museum. Mit zwei oder drei Tagen bleibt zusätzlich Zeit für einen Strandtag und einen Ausflug nach Sanremo, Ventimiglia oder ins Hinterland. Bordighera eignet sich damit sowohl als Tagesziel als auch als ruhiger Ausgangspunkt für den westlichen Teil Liguriens.